Jahrgang 2018

Sophie Beha
Stipendiatin
Kennst du die Worte zu den Melodien, die du singst? Ich habe sie gefunden, als ich auszog, dich zu suchen. Sie sind streng, aber passen zu deinen sanften Melodien. Im Gegensatz zur Dichterin Rose Ausländer habe ich noch nicht alle Worte für Melodien, Phrasen, Töne – sprich für Musik gefunden. Aber ich bin auf der Suche nach ihnen und möchte Worte finden, die ebenso gut zu Melodien passen, wie sie Musik den Lesern oder Hörern greifbar machen können. Zur Autoren-Seite
Sebastian Herold
Stipendiat
Musik kann auf intensive Weise individuell erlebt und empfunden werden, und das ganz ohne Worte. Warum also sollte man überhaupt über sie schreiben? Weil eine differenzierte, kritische Einordnung von Werken und Interpretationen ein bewussteres Hören fördert, Diskurse ermöglicht und somit die Musik auf ganz verschiedenen Ebenen ergänzt und bereichert. Zur Autoren-Seite
Simeon Holub
Stipendiat
Musik polarisiert, weckt Assoziationen und trifft dabei oft unser Innerstes. Die subjektive Wahrnehmung von Musik kann deshalb nicht rein objektiv beschrieben werden. Trotzdem soll Musikjournalismus, neben der intimen Momentaufnahme des Konzertes, auch einen Weitwinkel einnehmen — und dabei informieren, inspirieren und einen Austausch initiieren. Zur Autoren-Seite
Werner Kopfmüller
Stipendiat
Ob im Austausch mit Kollegen, in der Begegnung mit Künstlern, oder im Gespräch mit dem Publikum: Zugänge zur Musik ergeben sich immer wieder neu – und oft ganz unerwartet. Das schätze ich am Musikjournalismus. Dass eigene Standpunkte, Vorlieben, Werturteile dadurch nie unhinterfragt bleiben. Zur Autoren-Seite
Karl Ludwig
Stipendiat
Musik ist tiefe Oberfläche. Die Körnung des Klangs prickelt auf der Haut. Tonfolgen erzeugen Richtung. Eine Melodie trägt den Atem. Gestalten entstehen, setzen sich zu Figuren zusammen, durchlaufen Verwandlungen, treten wieder ab und erscheinen als Andere wieder. Sich dieser Oberfläche von Klang zu öffnen, heißt zu vergessen - Hören. Die Ebene der Konstellationen, Konfigurationen, Kontexte aber spricht uns an. Sie zeigt sich uns und fordert unser Begreifen. Damit tut sich der Abgrund unserer Erfahrung auf und fragt nach Begriffen, die seine Tiefe entdecken. Figuren haben Charakter, Motivation und Geschichte - Verstehen. Im Wechselspiel dieser beiden Pole - Hören und Verstehen - kann Musik die Oberflächen der menschlichen Existenz vertiefen. Sprechen wir über Musik. Zur Autoren-Seite
Roman Lüttin
Stipendiat
Und sollte ich vergessen haben jemanden zu beschimpfen, dann bitte ich um Verzeihung, so soll es Johannes Brahms gesagt haben. Rund 150 Jahre später stehen wir vor gleichen und doch grundverschiedenen Problemen wie Brahms, wenn wir uns über Musik äußern. Eine ästhetische Erfahrung bei allen sprachlichen Freiheiten in Worte zu fassen, verlangt Feingefühl. Zugleich verändert die Digitalisierung den Journalismus, wie wir ihn kennen – beides sind Herausforderungen, auf die ich mich freue. Zur Autoren-Seite
Silja Meyer-Zurwelle
Stipendiatin
Ich denke nur Musik. Ich bin verliebt in die Musik, ich liebe die Musik, ich denke nichts als sie und anderes nur, wenn es mir Musik schöner macht. Dieses Zitat eines meiner Lieblingskomponisten, Johannes Brahms, trifft meine Beweggründe über Musik zu schreiben ziemlich genau. Und wie schon Victor Hugo bemerkte, drückt die Musik das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist. Das Konzert noch durch den Text darüber nachklingen zu lassen, zur Diskussion und zum Gespräch anzuregen: Das ist in meinen Augen die Aufgabe von Musikjournalismus. Zur Autoren-Seite
Jim Igor Kallenberg
Stipendiatin
Meine Meinung: Musikjournalismus/-kritik soll die Leute nicht langweilen. Zur Autoren-Seite

Jahrgang 2017

Ricarda Baldauf
Stipendiatin
Musik fasziniert mich, durchwühlt meinen Kopf, stimuliert mein Gefühl und wirft of mehr Fragen auf, als sie Antworten gibt. Wie genau sie das wieder und wieder anstellt, bleibt ihr Geheimnis. Musikjournalismus hilft mir, diesem Faszinosum ab und an auf die Schliche zu kommen. Zur Autoren-Seite
Nicole Burkhardt
Stipendiatin
"Ich hab' zwar keine Ahnung was Musik ist, aber ich weiß was Kritik ist", sang Georg Kreisler einst in seinem Lied, 'Der Musikkritiker'. Er übte damit auf sarkastischste Art und Weise Kritik an den Kritikern. Desöfteren fragte ich mich, ob es möglich ist, Musik, Kunst oder Theater in Worte zu fassen. Natürlich ist es das nicht. Ein Stück Literatur zu erschaffen, welches gelesen wird und Menschen dazu bewegt, sich mit Kultur auseinanderzusetzen, beispielsweise ein Konzert zu besuchen, ist vollkommen ausreichend und Herausforderung genug. Zur Autoren-Seite
Janis El-Bira
Stipendiat
Lange Zeit waren das Sehen und Hören ausreichend: Theater- und Opernaufführungen, Filme und Konzerte. Oft in großer Häufung, manchmal fast wahllos. Aber jede Erinnerung verblasst. Dagegen hilft mir, diese Gedanken festzuhalten, und sei es nur zur Strukturierung der eigenen Reflexion. Dies gemeinsam mit meinen Mitstipendiaten zu versuchen, darauf freue ich mich hier in Heidelberg. Zur Autoren-Seite
Jesper Klein
Stipendiat
Musik zu hören ist das eine, über sie zu schreiben und in einen Diskurs zu treten, etwas ganz anderes. Dass der Musikjournalismus seinen Platz erhält, ist in Zeiten schrumpfender Feuilletons wichtiger denn je. Es macht Spaß, mit meinen Texten einen Teil dazu beizutragen, dass nicht nur die Musik selbst spricht, sondern auch über sie gesprochen wird. Zur Autoren-Seite
Maximilian Rosenthal
Stipendiat
Das Schreiben über Musik bietet mir neben der Freude auch eine Herausforderung: Als Musikwissenschaftler begegne ich der Frage nach der Daseinsberechtigung des Schreibens über Kultur häufig. Als Musikjournalist bekommt man die Chance und die Aufgabe, diese Daseinsberechtigung abseits der Spezialistendiskurse zugleich zu erkunden, zu schaffen und zu vermitteln. Zur Autoren-Seite
Jonas Zerweck
Stipendiat
Egal ob im Fernsehen oder Radio, in der Zeitung oder der Zeitschrift, egal ob gedruckt oder digital: Über Musik muss gesprochen werden, denn sie bewegt, kritisiert und fordert uns. Wenn jeder seine Gedanken dazu nur für sich behält, vergeuden wir spannende Momente – manchmal sogar einen völlig neuen Zugang zur Musik. Zur Autoren-Seite

Jahrgang 2016

Thilo Braun
Stipendiat
Ich mache viel Radio. Ich liebe Teamwork, daher macht mir dieses Medium große Freude. Manchmal hilft es aber auch, seine Gedanken für sich auf den Punkt zu bringen. Da ist Print das bessere Medium. Dass dies beim Frühling zusammen mit wundervoller Musik und Gleichgesinnten geschieht, ist natürlich Luxus pur! Zur Autoren-Seite
Anna Chernomordik
Stipendiatin
Leidenschaftlich gern geführte Selbstgespräche in Form von langen weinerlichen Bildschirmnotizen sind die Basis meiner Musikkritiken. Bei 'Irgendwas mit Musik' hängen geblieben, wissensdurstig und informationsübersättigt, starte ich einen Versuch mich durch (Hör- und Schreib-) Erfahrungen selbst zu erfahren und andere am Weg teilhaben zu lassen, vielleicht geht es ja in die selbe Richtung. Zur Autoren-Seite
Robert Colonius
Stipendiat
Kann man überhaupt über Musik schreiben? Man kann und sollte es auch. Denn Musik ist kein Luxusgut. Sie ist im besten Sinne alltäglich. Das macht Musik zum Politikum, worüber gesprochen und eben auch geschrieben werden muss. Außerdem klingt sie gut. Zur Autoren-Seite
Anna Lang
Stipendiatin
Ich kann mich nicht entscheiden. Deshalb spiele ich gleich sechs Instrumente und muss oft lange überlegen, zu welcher Kulturveranstaltung ich denn gehe. Diese Ambivalenz führt auch dazu, dass ich viele Interessen habe und offen bin für Neues. Und wenn ich in einem Konzert bin, schreibe ich danach auf, wie es war, um meine Gedanken zur Musik zu ordnen und somit anderen näher zu bringen. Zur Autoren-Seite
Maximilian Maier
Stipendiat
"Wissen macht Lust!", hat ein schlauer Kopf einmal gesagt. Das Wissen um den Kosmos Musik ansprechend zu vermitteln und dadurch die Lust darauf zu wecken sehe ich als Hauptaufgabe und großen Anspruch des Musikjournalismus' an. Zur Autoren-Seite
Berthold Schindler
Stipendiat
Musikjournalismus bedeutet Perspektivenwechsel, Reflexion, Zuhören. Und Neugierde ist in dem Metier gar eine Tugend. Ich möchte das gerne noch ein Weilchen machen und Text für Text ein bisschen besser werden. Zur Autoren-Seite
Hannah Schmidt
Stipendiatin
"Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden", hat der Schriftsteller Berthold Auerbach einmal gesagt. Er ist, auch wenn dieses Zitat weitaus treffender und schöner ist als viele andere dieser Art, nur einer von vielen, die sich über das Phänomen 'Musik ist Sprache' geäußert haben. Mindestens genauso wichtig ist meiner Meinung nach aber die umgekehrte Perspektive: 'Sprache ist Musik', denn: Sprache ist Rhythmus, ist Klang, ist Tonhöhe und Lautmalerei, ist Phrasierung und Gestaltung - und zwar sowohl gesprochen als auch geschrieben. Ein Text über Musik kann, mit etwas Glück und viel Geschick, selbst Musik sein, selbst ein Kunstwerk, eine Komposition. Zur Autoren-Seite
Miriam Stolzenwald
Stipendiatin
Musik weckt in mir nicht nur Emotionen, sie löst auch immer einen Gedankenstrom aus. Den Diskurs über Musik finde ich wichtig und werde deshalb durch meine verschriftlichten Gedanken über Musik ein Teil davon. Zur Autoren-Seite
Teresa Roelke
Stipendiatin
Teresa Roelcke wurde 1989 geboren. Sie studiert Philosophie im Master in Frankfurt am Main und ist freie Musikjournalistin. 2010 begann sie, parallel zum Bachelor-Studium an der Uni Heidelberg Rezensionen über klassische Konzerte für die Rhein-Neckar-Zeitung zu schreiben, seit 2013 liegt ihr Schwerpunkt auf der Neuen Musik. Im Dezember 2013 beendete sie ihren BA in Philosophie mit einer Arbeit zum Zusammenhang von Theodor W. Adornos Musikphilosophie und seiner Negativen Dialektik. 2014 war sie ein halbes Jahr lang Praktikantin in der Stuttgarter Redaktion für Neue Musik von SWR2. Seit 2014 freie Mitarbeit u.a. für SWR2, taz, FAZ, RNZ, Positionen. Zur Autoren-Seite
Adele Jakumeit
Stipendiatin
Adele Jakumeit studiert Musikjournalismus bei Holger Noltze und Michael Stegemann in Dortmund. Seit ihrer Schulzeit im hessischen Bad Arolsen arbeitet sie für die Waldeckische Landeszeitung, schreibt schwerpunktmäßig Musikrezensionen. Sie war Teilnehmerin der Schreibschule des Festivals "Acht Brücken. Musik für Köln" für zeitgenössische Musik. 2014 nahm sie an der Schreibwerkstatt der Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik teil. Sie spielt Querflöte und ist Violinistin im Streichquartett "Arolser Stadtstreicher". Zur Autoren-Seite