Sophie Beha
Stipendiatin
Kennst du die Worte zu den Melodien, die du singst? Ich habe sie gefunden, als ich auszog, dich zu suchen. Sie sind streng, aber passen zu deinen sanften Melodien. Im Gegensatz zur Dichterin Rose Ausländer habe ich noch nicht alle Worte für Melodien, Phrasen, Töne – sprich für Musik gefunden. Aber ich bin auf der Suche nach ihnen und möchte Worte finden, die ebenso gut zu Melodien passen, wie sie Musik den Lesern oder Hörern greifbar machen können. Zur Autoren-Seite
Sebastian Herold
Stipendiat
Musik kann auf intensive Weise individuell erlebt und empfunden werden, und das ganz ohne Worte. Warum also sollte man überhaupt über sie schreiben? Weil eine differenzierte, kritische Einordnung von Werken und Interpretationen ein bewussteres Hören fördert, Diskurse ermöglicht und somit die Musik auf ganz verschiedenen Ebenen ergänzt und bereichert. Zur Autoren-Seite
Simeon Holub
Stipendiat
Musik polarisiert, weckt Assoziationen und trifft dabei oft unser Innerstes. Die subjektive Wahrnehmung von Musik kann deshalb nicht rein objektiv beschrieben werden. Trotzdem soll Musikjournalismus, neben der intimen Momentaufnahme des Konzertes, auch einen Weitwinkel einnehmen — und dabei informieren, inspirieren und einen Austausch initiieren. Zur Autoren-Seite
Werner Kopfmüller
Stipendiat
Ob im Austausch mit Kollegen, in der Begegnung mit Künstlern, oder im Gespräch mit dem Publikum: Zugänge zur Musik ergeben sich immer wieder neu – und oft ganz unerwartet. Das schätze ich am Musikjournalismus. Dass eigene Standpunkte, Vorlieben, Werturteile dadurch nie unhinterfragt bleiben. Zur Autoren-Seite
Karl Ludwig
Stipendiat
Musik ist tiefe Oberfläche. Die Körnung des Klangs prickelt auf der Haut. Tonfolgen erzeugen Richtung. Eine Melodie trägt den Atem. Gestalten entstehen, setzen sich zu Figuren zusammen, durchlaufen Verwandlungen, treten wieder ab und erscheinen als Andere wieder. Sich dieser Oberfläche von Klang zu öffnen, heißt zu vergessen - Hören. Die Ebene der Konstellationen, Konfigurationen, Kontexte aber spricht uns an. Sie zeigt sich uns und fordert unser Begreifen. Damit tut sich der Abgrund unserer Erfahrung auf und fragt nach Begriffen, die seine Tiefe entdecken. Figuren haben Charakter, Motivation und Geschichte - Verstehen. Im Wechselspiel dieser beiden Pole - Hören und Verstehen - kann Musik die Oberflächen der menschlichen Existenz vertiefen. Sprechen wir über Musik. Zur Autoren-Seite
Roman Lüttin
Stipendiat
Und sollte ich vergessen haben jemanden zu beschimpfen, dann bitte ich um Verzeihung, so soll es Johannes Brahms gesagt haben. Rund 150 Jahre später stehen wir vor gleichen und doch grundverschiedenen Problemen wie Brahms, wenn wir uns über Musik äußern. Eine ästhetische Erfahrung bei allen sprachlichen Freiheiten in Worte zu fassen, verlangt Feingefühl. Zugleich verändert die Digitalisierung den Journalismus, wie wir ihn kennen – beides sind Herausforderungen, auf die ich mich freue. Zur Autoren-Seite
Silja Meyer-Zurwelle
Stipendiatin
Ich denke nur Musik. Ich bin verliebt in die Musik, ich liebe die Musik, ich denke nichts als sie und anderes nur, wenn es mir Musik schöner macht. Dieses Zitat eines meiner Lieblingskomponisten, Johannes Brahms, trifft meine Beweggründe über Musik zu schreiben ziemlich genau. Und wie schon Victor Hugo bemerkte, drückt die Musik das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist. Das Konzert noch durch den Text darüber nachklingen zu lassen, zur Diskussion und zum Gespräch anzuregen: Das ist in meinen Augen die Aufgabe von Musikjournalismus. Zur Autoren-Seite
Jim Igor Kallenberg
Stipendiatin
Meine Meinung: Musikjournalismus/-kritik soll die Leute nicht langweilen. Zur Autoren-Seite