"Begegnungen" zu und in der Kammermusik von Robert Schumann, Isang Yun und Franz Schubert.

Einst stand die gesamte Musikavantgarde hinter ihm, heute scheint er vergessen: der deutsche-koreanische Komponist wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden. Warten große Jubiläumsfeiern?

Das Festkonzert zum zwanzigsten Geburtstag feierte der Heidelberger Frühling mit Stipendiaten und Sponsoren, Gästen und Freunden und in Zusammenarbeit mit der Menuhinstiftung Live Music Now.

Einen zweiteiligen Kammermusik-Nachmittag gab es im Ballsaal zu hören: Anton Arenskis Streichquartett Nr. 2 für zwei Celli, Violine und Bratsche sowie eine Auswahl von Liedern mit dem Tenor Simon Bode und Igor Levit am Klavier.

Messiaens Quatuor pour la fin du temps erzählt von der Apokalypse, das ist harter Stoff für eine Matinee, mitten in der Woche. Die Heidelberger Akademie-Musikern verwandelten die Stadthalle in eine Kirche.

Die Festival-Akademie Kammermusik des Heidelberger Frühlings lädt zur Abschlussrunde ein: Als Finale einer Woche voller Arbeit, Ehrgeiz und Diskussionen gibt es einen Konzertmarathon in der Stadthalle.

Ein entfesselter Shostakovich bringt den Saal zum Bersten, Beethoven klingt eher nach Einheitsbrei. Adele Jakumeit berichtet über das zweite Akademiekonzert.

Das Werk des Komponisten Frederic Rzewski steht dieses Jahr bei der Kammermusik-Akademie im Fokus. Zum Auftakt-Konzert spielten er selbst sowie unter anderem die Mentoren Igor Levit, Isang Enders und Ning Feng. Eine Kritik von Malte Hemmerich.