Endlich war das Tonhalle-Orchester Zürich wieder zu Gast in Heidelberg, mit seinem jungen Chef Lionel Bringuier. Es brachte zwei große Solisten mit. Ein Abend voller Widersprüche.

Technische Souveränität trifft auf interpretatorische Detailarbeit. Tianwa Yang und Nicholas Rimmer brillieren in der Alten Aula mit Werken für Violine und Klavier von Mozart, Brahms, Schumann und Rihm.

Glanzvolle Solisten, voller Konzertsaal, großes Programm: Das Tonhalle-Orchester Zürich unter Lionel Bringuier gastiert in Heidelberg mit Brahms und Beethoven.

Zum ersten Mal trat die Geigerin Tianwa Yang beim Festival Heidelberger Frühling auf, vor ausverkauftem Haus. Duopartner war Nicholas Rimmer. Die beiden riskierten viel.

Die Festival-Akademie Kammermusik des Heidelberger Frühlings lädt zur Abschlussrunde ein: Als Finale einer Woche voller Arbeit, Ehrgeiz und Diskussionen gibt es einen Konzertmarathon in der Stadthalle.

Ein entfesselter Shostakovich bringt den Saal zum Bersten, Beethoven klingt eher nach Einheitsbrei. Adele Jakumeit berichtet über das zweite Akademiekonzert.

Die Stipendiaten der Kammermusik-Akademie wagten sich in diesem Konzert an Beethoven, an Schostakowitschs "Klavierquintett" op. 57 und Frederic Rzewskis "Snaps". Ein Spiel mit musikalischen Rollen und der Balance und Dynamik innerhalb eines Ensembles.

Drei Musiker spielen Robert Schumann, die „Romanze“ aus den Fantasiestücken op. Eindringlicher, unspektakulärer kann ein Konzert nicht beginnen. Und so packt es alle Zuhörer an diesem Abend in der Alten Aula sofort.

Ein Brief aus dem Gefängnis von Oscar Wilde, eine Geschichte vom Soldaten und zwei Fantasiestücke – das alles stand beim dritten Konzertabend der Kammermusik-Akademie des Heidelberger Frühlings auf dem Programm. Eine Kritik von Teresa Roelcke.

Am Anfang muss Salome Kammer ein bisschen improvisieren. Erik Saties „Je te veux“ war anfangs kaum hörbar.